Seit Gründung der Bundesrepublik im Jahr 1949 hatte Deutschland zehn Bundeskanzler. Sechs gehörten der CDU an, vier der SPD. Die Tabelle zeigt alle Kanzler mit genauer Amtszeit, Partei, Lebensdaten und Geburtsort. Darunter erfährst du, wie die Wahl abläuft, welche Rekorde es gibt und wie Kanzlerwechsel ohne Wahl möglich sind.
| Bundeskanzler | Partei | Amtszeit | Lebensdaten | Geburtsort |
|---|---|---|---|---|
| Konrad Adenauer | CDU | 15.09.1949 – 16.10.1963 | 1876–1967 | Köln |
| Ludwig Erhard | CDU | 16.10.1963 – 30.11.1966 | 1897–1977 | Fürth |
| Kurt Georg Kiesinger | CDU | 01.12.1966 – 21.10.1969 | 1904–1988 | Ebingen (heute Albstadt) |
| Willy Brandt | SPD | 21.10.1969 – 07.05.1974 | 1913–1992 | Lübeck |
| Helmut Schmidt | SPD | 16.05.1974 – 01.10.1982 | 1918–2015 | Hamburg |
| Helmut Kohl | CDU | 01.10.1982 – 27.10.1998 | 1930–2017 | Ludwigshafen am Rhein |
| Gerhard Schröder | SPD | 27.10.1998 – 22.11.2005 | geb. 1944 | Mossenberg (Lippe) |
| Angela Merkel | CDU | 22.11.2005 – 08.12.2021 | geb. 1954 | Hamburg |
| Olaf Scholz | SPD | 08.12.2021 – 06.05.2025 | geb. 1958 | Osnabrück |
| Friedrich Merz | CDU | seit 06.05.2025 | geb. 1955 | Brilon |
Amtszeit vom Tag der Wahl bzw. Ernennung bis zur Amtsübergabe. Nach dem Rücktritt Willy Brandts am 7. Mai 1974 führte Vizekanzler Walter Scheel (FDP) die Regierung bis zur Wahl Helmut Schmidts am 16. Mai 1974 geschäftsführend. Stand: September 2026.
Anders als in den USA wählen die Bürgerinnen und Bürger den Regierungschef nicht direkt. Nach einer Bundestagswahl schlägt der Bundespräsident dem Bundestag eine Person vor, in der Regel die Kandidatin oder den Kandidaten der stärksten Koalition. Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit aller Mitglieder des Bundestages erhält – die sogenannte Kanzlermehrheit (Artikel 63 Grundgesetz). Scheitert der erste Wahlgang, hat der Bundestag 14 Tage Zeit für weitere Wahlgänge. Genau das passierte zum ersten Mal am 6. Mai 2025: Friedrich Merz verfehlte im ersten Wahlgang die Mehrheit und wurde erst im zweiten Wahlgang am selben Tag gewählt.
Das Grundgesetz kennt zwei Wege, auf denen sich während einer Wahlperiode etwas ändern kann:
Bis zum Regierungsumzug war Bonn der Regierungssitz: zunächst im Palais Schaumburg, ab 1976 im damals neuen Kanzleramtsgebäude daneben. Seit 2001 arbeitet der Bundeskanzler im Bundeskanzleramt in Berlin gegenüber dem Reichstagsgebäude, in dem der Bundestag tagt. Gerhard Schröder war der erste Kanzler, der in Berlin regierte.
Hilfreich ist, die Kanzler in Blöcken zu lernen: Die ersten drei (Adenauer, Erhard, Kiesinger) waren alle von der CDU. Dann folgten zwei SPD-Kanzler (Brandt, Schmidt), danach die lange Ära Kohl. Ab 1998 wechselten sich SPD und CDU ab: Schröder (SPD), Merkel (CDU), Scholz (SPD), Merz (CDU). Wer die Liste sicher kann, testet sich im Tipp-Quiz: Dort musst du alle zehn Namen aus dem Gedächtnis eintippen.
Seit 1949 gab es zehn Bundeskanzler: sechs von der CDU und vier von der SPD. Amtierender Bundeskanzler ist seit dem 6. Mai 2025 Friedrich Merz (CDU).
Konrad Adenauer (CDU). Der Bundestag wählte ihn am 15. September 1949, er blieb bis Oktober 1963 im Amt.
Helmut Kohl mit gut 16 Jahren (1982–1998). Angela Merkel liegt mit 16 Jahren (2005–2021) nur rund zehn Tage dahinter.
Kurt Georg Kiesinger regierte knapp drei Jahre (Dezember 1966 bis Oktober 1969). Walter Scheel führte die Geschäfte 1974 nur neun Tage kommissarisch und zählt nicht als gewählter Bundeskanzler.
Angela Merkel, gewählt am 22. November 2005. Sie ist bisher die einzige Frau in diesem Amt.
Der Bundespräsident schlägt eine Person vor, der Bundestag wählt geheim und ohne Aussprache (Artikel 63 Grundgesetz). Nötig ist die Mehrheit aller Abgeordneten, die sogenannte Kanzlermehrheit.
Geographie-Quizze · Biologie-Quizze · Physik-Quizze · Chemie-Quizze · Mathematik-Quizze · Geschichte-Quizze · Allgemeinwissen-Quizze · Sprache-Quizze · Popkultur-Quizze · Sport-Quizze · Medizin-Quizze · Party & Spaß-Quizze · Gedächtnis-Quizze · Couple-Quizze